Body-Life
Kickboxen
Was ist Kickboxen?
Kickboxen ist der moderne Kampfsport des 20. Jahrhunderts. Die Tradition ostasiatischer Kampfkünste (Karate, Kung Fu, Tae-Kwon-Do, etc.) verbinden sich mit den Erkenntnissen der westlichen Sportwissenschaft und der westlichen Kampfsportarten (Boxen, Savate) zu einer wirklichkeitsnahen Form des Kampfsports.
Beine (Kicken) und Fäuste (Boxen) werden in einer Vielzahl von Kombinationen und taktischen Manövern in einem fairen, sportlichen Zweikampf eingesetzt, um den Gegner zu treffen ohne getroffen zu werden. Eine hochwertige Schutzausrüstung (Fäuste und Füßen werden durch Schützer gepolstert) und ein strenges Reglement schützen die Gesundheit und Sicherheit der Athleten. Gelenkigkeit und Körperbeherrschung werden als Voraussetzung zum Erlernen der Techniken ebenso trainiert wie Kondition, Reaktion und Kombinationsfähigkeit. Alle Techniken werden nur mit leichtem Kontakt ausgeführt.
Kickboxen - Wettkampf
Semikontakt-Kickboxen:
Jede saubere, kraftvolle und gut kontrollierte Technik, die ein erlaubtes Ziel mit leichtem Kontakt trifft, wird nach Schwierigkeitsgrad bewertet. - Nach jedem erkannten Treffer wird gestoppt und die Bewertung bekanntgegeben. Die Kampfzeit beträgt 3 Minuten.
Leichtkontakt-Kickboxen:
Leichtkontakt-Kickboxen ist die Vorstufe zum Vollkontaktkickboxen als Trainings- und Wettkampfform. Es handelt sich in der vollen Bedeutung des Wortes um absoluten Leichtkontakt, d. h. saubere und gut kontrollierte Techniken, die explosiv und kraftvoll mit leichtem Kontakt treffen müssen gewertet werden leichte Treffer zum Kopf oder Körper sowie Feger mit Folgetechniken. Ähnlich wie im Vollkontaktkickboxen wird auch das taktische Verhalten und der sportliche Gesamteindruck bewertet. Es werden 2 Runden á 2 Minuten mit einer Minute Pause zwischen den Runden gekämpft.
Vollkontakt-Kickboxen:
Jede Runde wird nach wirkungsvollen Treffern, nach der Effektivität der Angriffe und der Verteidigung, nach der Kombinationsfähigkeit und dem taktischen Verhalten sowie nach dem sportlichen Gesamteindruck bewertet. Es werden wie beim Leichtkontakt 2 Runden á 2 Minuten mit einer Minute Pause zwischen den Runden gekämpft.
Geschichte des Kickboxens
Kickboxen findet seinen Ursprung in den traditionellen fernöstlichen Kampfkünsten Karate, Teakwondo und KungFu. Es entstand aus dem Bedürfnis, dass sich Kämpfer verschiedener Stilrichtungen im sportlichen Vergleichskampf mit einheitlichen Regeln miteinander messen wollten. Dabei konnten die Kämpfer auch Vorteile für ihren eigenen Stil ziehen. Kickboxen als Wettkampfsport ist auf das Jahr 1974 zurückzuführen. In diesem Jahr einigten sich die Gründer des ersten und bis heute einzigen Weltverbandes WAKO (World All-Style Kick-Boxing Organisation) und andere, dass die traditionellen fernöstlichen Kampfsysteme nicht weiter, was das Kämpfen anbetrifft, auf ihrer Art beharren, sondern zu einem sportlichen Wettkampf mit Regeln auch gegen andere Kampfsysteme antreten. Der neue Wettkampfsport trug zunächst den Namen Sportkarate; später nannte man ihn Kickboxen.




